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Raumfahrt ist allumfassend.

Raumfahrt macht mobil. Sie schützt Umwelt und Leben. Sie schafft neues Wissen und neue Technologien. Sie stärkt den Innovationsstandort Deutschland. Raumfahrt ist allumfassend – und nützt uns allen! Auf dieser Website möchten wir Ihnen mehr davon erzählen.

„Klimaschutz, Navigation, Telekommunikation – Forschung im All nützt uns täglich auf der Erde.“

Alexander Gerst, deutscher ESA-Astronaut

Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst war 2014 für sechs Monate auf der International Space Station (ISS) tätig. Er freut sich, mit seinen atemberaubenden Bildern die Kampagne „Die Raumfahrt – allumfassend“ unterstützen zu können. 2018 wird er wieder zur ISS reisen – diesmal sogar als Kommandant!

©ESA/NASA – All images on this website taken from the ISS by ESA astronaut Alexander Gerst

Raumfahrt macht mobil.

Fließender Verkehr statt stundenlanger Staus – die Raumfahrt bringt uns diesem Ziel näher. Satellitennavigationssysteme steuern Verkehrsströme und lotsen Millionen von Menschen und Waren täglich an ihr Ziel. Durch das europäische Satellitensystem Galileo können Positionen und Standorte künftig noch genauer ermittelt werden.

Mit dem Navi stressfrei von A nach B – dank innovativer Satellitentechnologie

Ob auf der Straße, der Schiene, zu Wasser oder in der Luft – moderne Navigationssysteme helfen den Menschen, sich in den entlegensten Winkeln der Erde zu orientieren. Der ständige Kontakt zu Satelliten im All macht eine zuverlässige Routenplanung sowie die genaue Ermittlung des Standorts möglich. Mithilfe des Satellitennavigationssystems Galileo wird unsere Mobilität kontinuierlich verbessert.

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der deutschen Smartphone-Nutzer verwenden satellitengestützte Navigations-Apps, um ans Ziel zu gelangen.

Quelle: Bitkom

Galileo-Satellitensystem ermöglicht genauere Ortung und autonomes Fahren

Die ersten beiden Navigationssatelliten zum Aufbau der Galileo-Konstellation wurden 2011 ins All geschossen. Künftig werden in rund 23.000 Kilometern Höhe 30 Satelliten die Navigation auf den Meter genau ermöglichen.

Galileo ist das größte technologische Infrastrukturprojekt der Europäischen Union und wichtig für Europas Souveränität. Galileo macht Europa unabhängig von bestehenden Navigationssystemen, wie etwa dem amerikanischen GPS.

Durch die Kombination von Navigation, Telekommunikation und Informationsdiensten wird Galileo neue Märkte eröffnen. Einsatzmöglichkeiten liegen in der intelligenten Steuerung des Verkehrs, im autonomen Fahren sowie im Management von Notfallsituationen.

Galileo kann helfen, Fisch- und Erntebestände zu überwachen. Auch im Bereich der Sicherheit und Verteidigung erbringt das System größten Nutzen.

Die deutsche Raumfahrtindustrie ist einer der wichtigsten Partner für die Entwicklung und Fertigstellung der Galileo-Satelliten. Bereits heute befinden sich acht in Deutschland entwickelte Galileo-Satelliten im All. 14 weitere sollen noch folgen. Auch im Betrieb und in der Nutzung der Galileo-Satelliten ist Deutschland führend.

Ganz genau

Autonomes Fahren setzt genaueste Standortbestimmung voraus – Galileo macht es möglich.

Rettung naht

Galileo ortet Menschen in Not – Rückkanal schickt Empfangsbestätigung an Notrufsender.

Raumfahrt schützt unsere Umwelt.

Von Satelliten gesammelte Geodaten ermöglichen nicht nur die tägliche Wetterprognose – sie tragen auch zum Schutz unserer Umwelt bei. Geodaten zeigen Klimaveränderungen an, ermöglichen die gezielte Koordination von Rettungskräften nach Naturereignissen und unterstützen Bundeswehreinsätze im Ausland.

Hände halten die Welt - Icon

Copernicus hilft, Klimaveränderungen zu erkennen

Das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus führt die in Europa vorhandenen Quellen von Umweltdaten zusammen. Copernicus beobachtet das Wachstum urbaner Zentren und nimmt hochwassergefährdete Regionen sowie abschmelzende Gletscher ins Visier. Hilfsorganisationen in Katastrophengebieten werden bei ihren Einsätzen durch Daten aus dem All unterstützt. An dem Copernicus-Programm zur globalen Umwelt- und Sicherheitsbeobachtung ist Deutschland vorrangig beteiligt.

Wie entstehen Naturereignisse?

Geodaten können Naturereignisse nicht verhindern, aber dabei helfen, sie früher zu erkennen, und den Umgang mit ihnen erleichtern: Beim Tsunami im Indischen Ozean 2004 oder beim Erdbeben in Haiti 2010 trugen Geodaten dazu bei, dass Rettungskräfte schneller ans Ziel gelangten – genauso wie 2013 bei der Überschwemmung in Passau oder bei Waldbränden. Satellitendaten ermöglichen eine rasche Schadensanalyse und erhöhen unser Wissen über die Katastrophenursache.

Wo bleibt das Eis der Polarkappen?

Veränderungen an den Eiskappen der Pole können durch dreidimensionale Höhenmodelle beobachtet werden. Satelliten aus Deutschland haben diese auf der Welt einmaligen Modelle geschaffen. Die Daten werden auch von Umwelt- und Küstenschutzbehörden genutzt. Der in Deutschland entwickelte Forschungssatellit CryoSat kann aus dem Weltraum die Dicke des schwimmenden Meereises erfassen.

Wie hoch steigt der Meeresspiegel?

Auch der Anstieg des Meeresspiegels kann aus dem Weltraum erfasst werden. Deutsche Raumfahrttechnologie ermöglicht es, die Erdschwere und ihr Magnetfeld zu ermitteln. So lässt sich die Höhe des Meeresspiegels messen. Auch Veränderungen der ozeanischen Wasser- und Luftzirkulation können von Satelliten aufgezeichnet werden und erlauben Rückschlüsse auf die Klimaveränderung der Erde.

Flüchtlingen helfen

Migrationsströme erkennen und Flüchtlinge auf See retten – dabei helfen Copernicus-Satelliten.

Soldatinnen und Soldaten unterstützen

Bundeswehreinsätze in unwegsamem Gelände – die SAR-Lupe-Satelliten liefern hochgenaues Bildmaterial.

Raumfahrt schafft Wissen und neue Technologien.

Extreme Temperaturen und hohe Strahlung: Die Raumfahrt stellt höchste Anforderungen an Mensch und Materialien. Wer unter diesen Bedingungen forscht, dringt in neue Dimensionen vor. Der Vorteil: Die Entwicklungen der Raumfahrt nutzen auch uns Menschen auf der Erde.

Mikroskop - Icon

In der Röhre

Die Magnetresonanztomografie (MRT), einst zur Untersuchung der Mondoberfläche entwickelt, zeigt heute Gewebe und Organe im Körper an.

Kometenerprobt

Ein für die Rosetta-Mission entwickelter Sensor warnt heute als FIRE WATCH vor Waldbränden.

Es ist ein Kreuz …

Kreislaufschwäche und Ursachen für Rückenschmerzen lassen sich mithilfe von Sensoren aus der ISS besser diagnostizieren.

Schont Klima und Gehör

Im Weltraum entwickelte, leichtere Materialien sparen beim Einsatz in Flugzeugtriebwerken Treibstoff und senken den Lärm.

Vorbeugen ist besser

Bei der Früherkennung von Hautkrebs hilft heute eine Software, die zuvor astronomische Röntgenstrahlen erforschte.

Europäisches Forschungslabor auf der ISS – Columbus

Seit 2008 wird im europäischen Forschungslabor Columbus auf der ISS unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit geforscht. Schwerpunkte bilden die Forschung am menschlichen Organismus und Bewegungsapparat, die Kristallisierung zur Erforschung nebenwirkungsfreier Medikamente und biologische Experimente. Auch die Materialforschung nimmt einen wichtigen Platz ein.

Astronauten können im Forschungslabor Columbus gleichzeitig arbeiten.

Quelle: ESA

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der wissenschaftlichen Experimente im Columbus-Labor stammen aus Deutschland.

Quelle: DLR

Raumfahrt ist Zukunft.

Die Digitalisierung und die erfolgreiche Gestaltung der Energiewende zählen derzeit zu Deutschlands größten Herausforderungen. Die Raumfahrt hält zahlreiche Antworten dafür bereit – und trägt damit auch zum Wachstum und zur Zukunftsfähigkeit des Innovationsstandortes Deutschland bei.

Zukunft - Icon

Breitband aus dem All – Energie für die Erde

Ob Telefonie, Internet oder Olympia-Live-Übertragung: ohne digitale Vernetzung keine Echtzeitkommunikation.

Um den stetig steigenden Datenverkehr zu bewältigen sowie eine hohe Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit zu gewährleisten, sind extreme Bandbreiten erforderlich.

Satellitenbasierte Netze stellen eine wertvolle Ergänzung zu den teilweise noch unzureichenden terrestrischen Kapazitäten dar. So können Organisationen, deren Standorte über verschiedene Regionen verteilt sind, über Satellit effizient miteinander verbunden werden.

Die Schifffahrt, aber auch Land- und Forstwirtschaft profitieren von Highspeed-Breitbandverbindungen aus dem All.

Die Raumfahrt unterstützt auch den Energiesektor: So sind Satelliten in der Lage, Energienetze aus dem All präzise zu koordinieren und zu steuern. Dies optimiert die Übertragung des Stroms auf den Netzen und trägt somit zum Gelingen der Energiewende bei. Auch die Effizienz von Solarzellen kann durch Raumfahrttechnologien gesteigert werden.

Raumfahrt beflügelt den Standort Deutschland

Digitalisierung, Energieversorgung, Technologietransfer – als Innovationsstandort profitiert Deutschland umfänglich von der Raumfahrt. Neue Werkstoffe und Materialien, Legierungen für Flugzeugturbinen, Robotik und intelligente Sensoren – im All entwickelte Technologien kommen in zahlreichen Industrien unmittelbar zur Anwendung. Die Raumfahrt schafft aber auch Beschäftigung: Zahlreiche Werkstofflieferanten, Ausrüster und Systemhersteller für die Luft- und Raumfahrt haben ihren Sitz in Deutschland. Das stärkt den Standort – und macht ihn fit für die Zukunft.

Menschen bietet die deutsche Raumfahrtindustrie Arbeitsplätze.

Quelle: BDLI

Mrd. Euro insgesamt beträgt der Umsatz deutscher Raumfahrtunternehmen.

Quelle: BDLI

deutsche Zulieferunternehmen erbringen 60% der Wertschöpfung der Ariane-Raketen.

Quelle: BDLI

Raumfahrt stärken –– Zukunft sichern.

Die deutsche Raumfahrt leistet unverzichtbare Beiträge zur erfolgreichen und nachhaltigen Gestaltung unseres täglichen Lebens. Sie ist Teil unserer Zukunft. Um einem breiten Publikum nicht nur die Faszination, sondern auch den vielfachen, ganz konkreten Nutzen der Raumfahrt aufzuzeigen, haben wir die Kampagne „Die Raumfahrt – allumfassend“ gestartet. Die Website, auf der Sie gerade sind, ist ein Teil der Kampagne. Ebenso freuen wir uns auf einen spannenden, allumfassenden Austausch mit Ihnen auf Twitter unter #allumfassend oder auf Facebook.

Die Kampagnenmotive

Der Initiator

Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie:

Das Factsheet

Die wichtigsten Zahlen und Fakten rund um die Raumfahrt – auf einen Blick:

Die Mitglieder

Sie entwickeln und produzieren in Deutschland Raumfahrtsysteme:

Die Raumfahrt-Kampagne finden Sie auf Twitter unter #allumfassend.

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